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CDU/CSU fordert Beschaffungsreform – warum der Cyber Innovation Hub jetzt gestärkt werden muss!
Bundeswehr-Beschaffung neu denken: Warum der Cyber Innovation Hub jetzt gestärkt werden muss
Die Modernisierung des Beschaffungswesens der Bundeswehr steht im Zentrum aktueller Reformdebatten. Die CDU/CSU-Fraktion hat dazu ein umfassendes Positionspapier vorgelegt, das 71 Maßnahmen vorschlägt, um die Prozesse zu beschleunigen, Innovationen besser zu integrieren und die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands nachhaltig zu stärken. Besonders deutlich wird dabei die Notwendigkeit einer effizienteren Verbindung zwischen Streitkräften und Innovationstreibern.
Ein entscheidender Faktor in diesem Wandel: Der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr (CIHBw). Er beweist seit Jahren, dass schnelle, nutzerzentrierte und agile Innovationsentwicklung für die Truppe möglich ist. Doch um „Software Defined Defense“ als Konzept tatsächlich in der Bundeswehr zu verankern, braucht es mehr als nur einzelne Projekte – es braucht strukturelle Veränderungen und eine nachhaltige Finanzierung.
Warum der CIHBw eine zentrale Rolle spielen muss
• Beschleunigung von Innovationsprozessen: Der CIHBw hat gezeigt, dass er in der Lage ist, in kurzer Zeit marktfähige Lösungen zu liefern – ein Tempo, das klassische Beschaffungsprozesse oft nicht erreichen.
• Bessere Integration von Startups und Technologieunternehmen: Der Hub verbindet die Streitkräfte mit einem dynamischen Ökosystem aus Deep-Tech-Startups und etablierten Unternehmen.
• Nutzerzentrierte Entwicklung: Im Gegensatz zu traditionellen Top-down-Prozessen entwickelt der CIHBw Lösungen direkt aus den Bedarfen der Soldaten heraus – ein Erfolgsfaktor, der international anerkannt ist.
Forderungen zur Stärkung des CIHBw
Das Positionspapier sieht die Notwendigkeit, strukturelle Veränderungen vorzunehmen, um die Innovationskraft der Bundeswehr nachhaltig zu erhöhen. Dazu gehören:
• Ein „Hub-Freiheitsgesetz“, das dem CIHBw größere Autonomie in der Umsetzung von Innovationsprojekten gibt und ihn von bürokratischen Hürden befreit.
• Nachhaltige Budgetierung statt projektweiser Einzelfinanzierung, um Kontinuität und Skalierbarkeit zu ermöglichen.
• Verstärkte Zusammenarbeit mit der Rüstungsindustrie, insbesondere im Bereich Software-definierter Verteidigungstechnologien.
• Einfachere Beschaffungswege für innovative Lösungen, damit erprobte Technologien schneller in die Truppe kommen.
Nicht warten – sondern handeln!
Auch wenn ein „Hub-Freiheitsgesetz“ der richtige Schritt wäre, um nachhaltige Innovationsprozesse sicherzustellen, ist klar: Der CIHBw kann und wird nicht darauf warten. Die Transformation der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands ist eine dringende Notwendigkeit – und der Hub liefert bereits heute Lösungen, die für die Bundeswehr essenziell sind.
Jetzt gilt es, aus erfolgreichen Pilotprojekten skalierbare, institutionelle Strukturen zu machen. Das bedeutet, den CIHBw nicht nur als Innovationszelle zu betrachten, sondern als strategischen Hebel für eine moderne Verteidigungsarchitektur. Die Bundeswehr braucht mehr Geschwindigkeit, mehr Effizienz – und mehr CIHBw-Denken.
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